{"id":501,"date":"2015-04-01T13:16:48","date_gmt":"2015-04-01T12:16:48","guid":{"rendered":"http:\/\/reissiger-carl-gottlieb.de\/?page_id=501"},"modified":"2015-08-28T19:24:56","modified_gmt":"2015-08-28T18:24:56","slug":"rezension-repertorium","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/reissiger-carl-gottlieb.de\/?page_id=501","title":{"rendered":"Rezension Repertorium"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: large;\"><b>Zeitschrift f\u00fcr Musik, Band 3, Nr. 36, S. 144f, 1. November 1836<\/b><\/span><\/p>\n<p>Repertorium f\u00fcr Deutschlands Kirchenmusik<\/p>\n<p>oder Sammlung leicht ausf\u00fchrbarer Kantaten, Hymnen u. dgl. f\u00fcr den vierstimmigen Gesang mit Orchester-Begleitung zum Gebrauche beim \u00f6ffentlichen Sonn- und Festtags-Gottesdienste (in Partitur) herausgegeben von einem Vereine der vorz\u00fcglichten Tonsetzer unserer Zeit.<\/p>\n<p>Meissen, bei F. W. Goedsche.<\/p>\n<p>Erstes Heft: Hymne von C. G. Reissiger W. 105. 16 Gr.<\/p>\n<p>Oft h\u00f6rt man wohl von Kantoren die gerechte Klage, wie schwer es sei, ohne gro\u00dfe Aufopferungen eine Abwechselung der aufzuf\u00fchrenden Kirchenmusik zu erzielen und wie ihnen h\u00e4ufig das Einrichten (Arrangieren) gr\u00f6\u00dferer Tonst\u00fccke f\u00fcr ihre Krafte die karg zugemessene freie Zeit in Anspruch n\u00e4hme. Dieser Klage, entstanden durch den f\u00fchlbaren Mangel an guten, zweckm\u00e4\u00dfigen und leicht ausf\u00fchrbaren Kirchenkompositionen soll nun durch das Repertorium abgeholfen werden, und wie sich darauf rechnen l\u00e4sst, dies verb\u00fcrgen die Namen der beitragenden Tonsetzer, wie z. B. Anacker in Freiburg, J. Otto in Dresden, Ernst K\u00f6hler in Breslau, Wolfram in T\u00f6plitz, Stolpe in Celle, die schon zu diesem Zwecke treffliche Kantaten und Hymnen auf die verschiedenen Sonn- und Festtage dem Unternehmer (dem t\u00e4tigen und auch als Componist achtungswerten C. Gei\u00dfler, Kantor in Zschopau) eingesandt haben,<\/p>\n<p>Das erste Heft dieser Sammlung enth\u00e4lt eine Hymne: \u201eEs ist ein k\u00f6stlich Ding, dass das Herz fest werde\u201c von C. G. Reissiger (Op. 105), und w\u00fcrdiger konnte das Unternehmen wohl nicht begonnen werden, als mit dieser so sch\u00f6nen Kompsotion. Durchaus ruhig und fromm gehalten ist das Ganze und kann einen erhebenden Eindruck nicht verfehlen. Dessen ungeachtet ist die Auff\u00fchrung ohne Schwierigkeit, und die Sicherheit der richtigen Auffassung der Worte, so wie die Kunst des Tonsetzers, auch mit wenigen Mitteln viel zu leisten, offenbart sich auf jeder Seite.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der \u00e4u\u00dfern Ausstattung ist f\u00fcr dieses zeitgem\u00e4\u00dfe Unternehmen von Seiten des Verlegers alles geschehen, was man f\u00fcglich bei dem h\u00f6chst billigen Preise (16 Gr. F\u00fcr 26 Folioseiten) erwarten kann. Druckfehler sind uns nur folgende wenige aufgefallen: S. 2 fehlt in der Bass-Singstimme eine Viertelpause; S. 3 m\u00fcssen die zwei Achtelnoten im Alt statt f d e d heissen; S. 7 fehlt im Alt im 6ten Takt ein Erniedrigungszeichen; S. 18 steht im ersten Takt der Fl\u00f6te f statt d.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich erlauben wir uns noch den Wunsch auszusprechen, den Partituren <b>ausgeschriebene<\/b> Orgelstimmen beizuf\u00fcgen und nicht von Organisten in kleine St\u00e4dten zu verlangen, dass sie, wie Vogler sagt, aus dem Stegreif eine Sache ausf\u00fchren sollen, wozu man dem Kapellmeister Zeit l\u00e4sst, n\u00e4mlich \u2013 <b>bezifferte<\/b> B\u00e4sse zu spielen. Soll den G. Webers Wort *), welches er vor l\u00e4nger als zwanzig Jahren \u00fcber diesen Gegenstand ausgesprochen und dass so \u00f6fters wiederholt hat, immer noch keine Fr\u00fcchte tragen?<\/p>\n<p>C. F. Becker<\/p>\n<p>*) \u00dcber das sogenannte Generalbass-Spielen, in der Leipz. Mus. Zeit. 1813, Bd. 15, S. 105 u. s. f.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zeitschrift f\u00fcr Musik, Band 3, Nr. 36, S. 144f, 1. November 1836 Repertorium f\u00fcr Deutschlands Kirchenmusik oder Sammlung leicht ausf\u00fchrbarer Kantaten, Hymnen u. dgl. f\u00fcr den vierstimmigen Gesang mit Orchester-Begleitung zum Gebrauche beim \u00f6ffentlichen Sonn- und Festtags-Gottesdienste (in Partitur) herausgegeben von einem Vereine der vorz\u00fcglichten Tonsetzer unserer Zeit. Meissen, bei F. W. Goedsche. 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